Gefahren im Straßenverkehr für Kinder

Der Straßenverkehr ist eine sehr ernst zu nehmende Gefahr für Kinder. Wollen Sie mit Ihrem Kind /Ihren Kindern unterwegs sein und sich dabei sicher füllen? Dann sind Sie hier genau richtig! Wir haben die größten Gefahrenquellen untersucht und passende Maßnahmen entwickelt, um den Gefahren im Straßenverkehr für Kinder entgegenzuwirken.

Die größte Gefährdung für Kinder ist das fehlende Gefahrenbewusstsein. Oft werden Kinder im Straßenverkehr aufgrund ihrer Größe oder ihrer unauffälligen Kleidung schwer wahrgenommen. Die meisten Kinder sind mit den Verkehrsregeln und dem angemessen Verhalten im Straßenverkehr nicht vertraut. Mit etwas Übung können sie einige dieser Gefahren zumindest reduzieren.

Auf diese Themen werden wir näher eingehen:

Warum sind Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet?

Gefahren:

  • Kinder kennen die Straßenverkehrsordnung nicht und wissen nicht, wie man sich angemessen verhält

  • Das Gefahrenbewusstsein entwickelt sich erst im Alter von ca. 12 Jahren. Davor können sie Gefahren meist nicht richtig einschätzen

  • Sie könne aufgrund ihrer Größe, die aktuelle Lage oft schwer überblicken

  • Die Aufmerksamkeit von Kindern kann sich schnell auf andere Dinge verlagern, dabei könnten sie eventuell den Straßenverkehr ausblenden

Wie man sie verhindern kann:

  • Nehmen Sie Ihr Kind an die Hand, wenn Sie Ihren Schützling nah bei sich halten, haben Sie die Lage optimal im Griff

  • Machen Sie Ihr Kind möglichst früh auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam

  • Sollten Sie vorhaben, Ihr Kind alleine auf den Schulweg bzw. Kindergartenweg zu schicken, sollten Sie den Fußweg zur Schule oder in den Kindergarten bzw. andere wichtige Routen regelmäßig gemeinsam mit Ihrem Kind abgehen
    • Richten Sie dabei besonderes Augenmerk auf besondere Gefahrenstellen, beispielsweise Parkplätze von Schulen
    • Nach Möglichkeit sollte Ihr Kind zusammen mit anderen Kindern den Weg gehen, da eine Gruppe von Kindern leichter gesehen wird und Kinder sich gegenseitig auf Gefahren hinweisen können

Welche Gefahren gibt es für Kinder beim Mitfahren im Auto?

Gefahren:

  • Wenn Ihr Kind noch einen Kindersitz verwendet, sollten Sie sich über die ordnungsgemäße Installation vergewissern
    • Wie Sie einen Kindersitz optimal installieren, finden Sie unter folgendem Link: ADAC

  • Ist Ihr Kind bereits größer, sollten Sie nach Möglichkeit keine Sitzerhöhung verwenden, da Sie keine ausreichende Unterstützung des Rückenbereichs bietet

  • Sie sollten Ihr Kind so lange selber angurten, bzw. nach selbständigem Angurten immer nachkontrollieren, bis Sie sich zu 100% sicher sein können, dass sich Ihr Kind richtig angurten kann
    • Richtiges Angurten:
      • Siehe > Wie man sie verhindern kann <

  • Wenn Ihr Kind eine falsche Sitzposition hat und es zu einer starken Bremsung kommt, könnte dies Verletzungen herbeiführen
    • Richtiges Sitzen:
      • Siehe > Wie man sie verhindern kann <

  • Achten Sie beim Schließen der Autotür darauf, dass Ihr Kind nicht die Hand im Türbereich hat

  • Sie sollten Ihr Kind (und auch keine Tiere) im Sommer oder an sehr warmen Tagen gar nicht oder nur äußerst kurz alleine im Auto lassen. Fahrzeuginnenräume können sich sehr schnell stark erhitzen

Wie man sie verhindern kann:

Richtiges Angurten

  • Die meisten Kindersitze haben eine Gurtdurchführung. Der Gurt muss durch / unter diese durchführen

  • Der Gurt darf nicht über den Hals führen

  • Der Gurt sollte straff, aber nicht zu eng anliegen

  • Der Gurt darf nicht verdreht sein

  • Im Winter sollten Sie die Jacke ihres Kindes entfernen, diese verschlechtert die Wirksamkeit eines Gurtes dramatisch (ist Ihrem Kind zu kalt, sollten Sie besser die Heizung aufdrehen)

  • Vergleichstest von Kindersitzen vom ÖAMTC

  • Vergewissern Sie sich so oft als möglich, dass sich Ihr Kind während der Fahrt oder bei kurzen Wartezeiten im Auto nicht selber abgurtet

Richtiges Sitzen

  • Ihr Kind hat eine falsche Position, wenn es nach vorne gebeugt im Kindersitz sitzt. Es sollte immer mit dem Rücken am Kindersitz angelehnt sitzen, um eine optimale Stütze zu haben

  • Deswegen ist die Sitzerhöhung auch bei älteren Kindern keine gute Lösung, da der Rücken hier nicht ausreichend geschützt ist. Wenn Ihr Kind größer ist, kaufen Sie besser einen neuen Kindersitz, anstatt eine Sitzerhöhung als ausreichend zu sehen

Welche Gefahren gibt es bei der Bushaltestation?

Gefahren:

  • Das Kind übersieht den kommenden oder losfahrenden Bus und kann dabei verletzt werden

  • Beim Ein- oder Aussteigen in den Bus kann es zu Drängeln und/oder Schubsen kommen – Sturzgefahr

  • Das Kind verpasst den Bus

  • Ihr Kind fährt eine Station weiter als geplant oder steigt an der falschen Station aus

  • Ihr Kind steigt in den falschen Bus ein

Wie man sie verhindern kann:

  • Gehen Sie mit Ihrem Kind alle möglichen Gefahren an der Bushaltestelle durch und wie Sie diese vermeiden können

  • Sie sollten Ihr Kind dazu anraten, langsam und behutsam in den Bus ein- und auszusteigen. Wenn ein großer Andrang besteht, ist es ratsam, den anderen Personen den Vortritt zu lassen

  • Sollte Ihr Kind den Bus verpassen, ist es wichtig, dass Sie im Vorhinein einige Szenarien besprochen haben. Einige Möglichkeiten wären:
    • Ihr Kind wartet auf den nächsten Bus
    • Ihr Kind bleibt bei der Bushaltestelle zurück und nimmt mit Ihnen oder einer anderen Bezugsperson Kontakt auf
    • Ihr Kind geht zurück in die Schule und spricht mit dem Lehrpersonal
    • NIEMALS sollte Ihr Kind bei einer fremden Person in das Fahrzeug einsteigen
    • Sollte Ihr Kind nicht mehr weiter wissen, Sie nicht erreichen und mit keiner anderen Bezugsperson sprechen können, wäre der Anruf bei der Polizei (133) eine letzte Notlösung

  • Sollte sich Ihr Kind an der falschen Bushaltestation befinden (zu früh ausgestiegen, zu spät ausgestiegen) oder in den falschen Bus eingestiegen sein, ist es wichtig, dass sie im Vorhinein einige Szenarien besprochen haben. Einige Möglichkeiten wären:
    • Ihr Kind nimmt mit Ihnen oder einer zweiten Bezugsperson Kontakt auf
    • Ihr Kind wartet auf den nächsten Bus, erklärt der/dem Busfahrer*in die Situation und nennt den Zielort. Im Normalfall wird der/die Lenker*in Ihrem Kind weiterhelfen
    • Sollte Ihr Kind nicht mehr weiter wissen, Sie nicht erreichen und mit keiner anderen Bezugsperson sprechen können, wäre der Anruf bei der Polizei (133) eine letzte Notlösung

Welche Verkehrszeichen sollten Kinder kennen?

Um die Gefahren für Kinder im Straßenverkehr zu minimieren, sollte Ihr Kind möglichst früh über die wichtigsten Verkehrszeichen und was diese bedeuten, Bescheid wissen. Üben Sie spielerisch die Verkehrszeichen, zum Beispiel in Form eines Ratespiels. Je früher Ihr Kind die grundlegenden Regeln des Straßenverkehrs versteht, desto eher können brenzliche Situationen vermieden werden.

  • Kennzeichnung eines Schutzweges / Zebrastreifens

Wikipedia: Kennzeichnung eines Schutzweges

An diesen Stellen kann Ihr Kind die Straße “bedenkenlos” überqueren. Fahrzeuge werden an diesen Stellen anhalten. Ihr Kind sollte unbedingt darauf achten, dass es die Straße erst dann überquert, wenn alle Fahrzeuge stehengeblieben sind.

  • Gehweg

Wikipedia: Gehweg

Dieses Schild markiert den für Fußgänger*innen reservierten Teil im Straßenverkehr. Nach Möglichkeit sollte Ihr Kind entlang dieser Wege gehen

  • Geh- und Radweg, voneinander getrennt

Wikipedia: Geh- und Radweg getrennt

An diesen Stellen sind Fußgänger*innen und Radfahrer*innen unterwegs. Die jeweiligen Wege sind voneinander durch einen Streifen abgetrennt. Entsprechende Markierungen sind meist am Boden zu finden

  • Stoptafel
Wikipedia: Halt

An diesen Schildern halten Fahrzeuge. Sie kommen zum Stehen

  • Ortstafel
Wikipedia: Ortstafel

Name der Ortschaft, in der Sie sich aufhalten

  • Andreaskreuz
Wikipedia: Andreaskreuz
Wikipedia: Andreaskreuz

Markierung für Gleisschienen. Hier wird ein Zug vorbeifahren. Form und Anzahl der Andreaskreuze können variieren

  • Haltestelle
Wikipedia: Haltestelle

Hier befindet sich eine Haltestelle für Bus oder Straßenbahn

Wie kann ich meinem Kind die Verkehrsregeln am besten beibringen?

Um die Gefahren im Straßenverkehr für Kinder erst sichtbar zu machen, müssen sie zuerst wissen, welche Gefahren es gibt. In diesem Abschnitt versuchen wir auf die wichtigsten Gefahrenquellen und wie man diese verhindern kann, näher einzugehen.

Kinder lernen am einfachsten durch spielerisches Verhalten, auch häufige Wiederholungen tragen positiv zum Lernerfolg bei. Hier sind einige unserer Vorschläge:

  • Sie können die Verkehrsregeln zu einem Ratespiel machen
    • Gehen Sie einem dem Kind bekannte Route ab und fragen, was die jeweiligen Verkehrsschilder, die Sie zu Gesicht bekommen, bedeuten oder wie sich Ihr Kind an bestimmten Stellen verhalten sollte (Fußgängerübergang, gefährliche Kurven..)
    • Drucken Sie verschiedene Verkehrsschilder, die Sie für wichtig empfinden aus und zeigen diese Ihrem Kind. Ihr Kind muss dann erraten, was das jeweilige Verkehrsschild bedeutet

  • Falls Ihr Kind beim Lernen gerne Sachen in der Hand hält, können wir dieses Lernspielzeug Verkehrsschilder empfehlen

  • Alternativ können Sie sich auch ein Kartenspiel mit den Verkehrsschildern zulegen

Welche Gefahren gibt es beim Mitfahren am Fahrrad?

Bevor wir speziell auf die Gefahren des Radfahren näher eingehen, möchten wir noch auf die gesetzlichen Regelungen aufmerksam machen

Für Deutschland und Österreich gelten die selben Regelungen

  • Ein Kind darf ab 10 Jahren, zusammen mit einer Begleitperson, auf öffentlichen Straßen Rad fahren. Ab 12 Jahren darf das Kind ohne Begleitperson Rad fahren

  • Kinder, welche den Radfahrschein besitzen, dürfen bereits ab 10 Jahren ohne Belgleitpersonen im öffentlichen Verkehr teilnehmen

Gefahren beim selber fahren:

  • Stürze ohne Fahrradhelm sind eine sehr große Gefahrenquelle

  • Bei Kleinkindern und Fahrradanfänger*innen kommt es oft zu Stürzen, da diese das Gleichgewicht noch nicht richtig halten können

  • Unterschätzung der eigenen Geschwindigkeit

  • Überschätzung der eigenen Fahrkünste

  • Beim Blick über die Schulter lenken Kinder oft in die Richtung, in die sie schauen

  • Während dem Rad fahren können Insekten in die Augen fliegen

  • Kinderfüße können sich in den Speichen des Rads verfangen und Verletzungen verursachen

Wie man sie verhindern kann:

  • Mit einem guten Fahrradhelm kann man bereits viele Verletzungen im Vorhinein verhindern. Es gibt aber ein paar Aspekte, welche Sie beim Helmkauf berücksichtigen sollten:

1. Ein Helm sollte nicht zu groß sein

  • Ein Kinderfahrradhelm ist zu groß, wenn der Helm am Kopf wackelt. Machen Sie einen Schütteltest, indem Ihr Kind den Kopf schneller hin-und her bewegt. Rutscht der Fahrradhelm dabei vom Kopf oder sitzt nicht mehr richtig, ist der Helm zu groß für Ihr Kind

2. Der Kinderhelm sollte etwa in der Mitte der Stirn sitzen. Im Bild durch eine rote Linie markiert

3. Bei geschlossenem Kinnriemen dürfen maximal die zwei kleinsten Finger (Ringfinger, kleiner Finger) des Kindes, zwischen Kinn und Riemen Platz haben

4. Helme mit verstellbarer Kopfgröße sind sehr empfehlenswert, um den perfekten Halt zu erzielen

  • Bei Gleichgewichtsproblemen sollten Kinder Stützräder verwenden, bis sie ein Gefühl für das Fahrrad bekommen. Danach können Sie die Stützräder schrittweise höher stellen, bis diese ganz weggelassen werden

  • Kinder können die Geschwindigkeit, mit der sie unterwegs sind, oft nicht richtig einschätzen. Als Unterstützung könnten Sie sich ein Tachometer anschaffen und eine für Sie passende Geschwindigkeit mit Ihrem Kind vereinbaren

  • Hat Ihr Kind Probleme mit dem Blick über die Schulter, so können Sie einen Spiegel am Lenker des Kindes anbringen. Bei gezielter Übung des Schulterblicks in einem sicheren Umfeld, können Sie das Risiko eines Sturzes zusätzlich senken

  • Um beim Fahrrad fahren vor lästigen Insekten optimal geschützt zu sein, empfiehlt es sich, eine Sonnenbrille oder Ähnliches zu tragen. Generell ist das Tragen von Sonnenbrillen beim Radfahren vorteilhaft, da dadurch die Sicht bei direkter Sonneneinstrahlung verbessert wird und die Augen vor den UV-Strahlen geschützt werden

  • Der Mittransport von Kindern kann auf mehreren Arten erfolgen. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Transportmittel werden im Folgenden näher beleuchtet – siehe Fahrrad- kindersitz, -änhänger oder Lastenrad – DER Vergleich

Gefahren beim Mitfahren:

  • Stürzen Sie, wird auch Ihr Kind stürzen

  • Wenn Ihr Kind zu jung ist, um selbständig aufrecht zu sitzen, sind Unfälle leider vorprogrammiert

  • Erschütterungen durch Bodenunebenheiten oder Löcher können Ihr Kind, bei unsachgemäßer Schließung des Sicherheitsgurts, aus der Befestigung lösen oder auch zu Verletzungen, bei Stößen gegen den Kindersitz, führen

  • Ihr Kind kann mit den Fingern oder Zehen in die Radspeichen gelangen und sich Verletzungen zuziehen

  • Wenn Sie vom Rad absteigen, kann das Rad zusammen mit Ihrem Kind umstürzen

Wie man sie verhindern kann:

  • Denken Sie immer daran: Sie sind nicht alleine mit dem Rad unterwegs. Eventuell verhält sich das Rad, aufgrund des zusätzlichen Gewichts anders, als Sie es gewohnt sind. Ihr Kind beeinflusst das Fahrverhalten vom Rad. Zum Beispiel verlagert ein Kindersitz den Schwerpunkt. Ein Fahrradanhänger verlängert das Gespann um 1 bis 2 Meter.

  • Erst ab dem Zeitpunkt, wo Ihr Kind selbständig aufrecht sitzen kann, ist es ratsam, Ihren Schützling am Rad mitzunehmen

  • Erschütterungen vermeiden Sie am besten, in dem Sie Löcher und Bodenunebenheiten umfahren. Ist das nicht möglich, fahren Sie sehr behutsam durch solche Hindernisse

  • Die Gefahr, dass sich Kinder mit den Zehen in den Speichen verfangen, tritt vorwiegend bei Kindersitzen auf. Daher ist es empfehlenswert, einen Kindersitz mit entsprechender Fußbefestigung zu erwerben, der dies verhindert

Fahrrad-, Kindersitz-, Anhänger oder Lastenrad – Der Vergleich

Es gibt viele Möglichkeiten, sein Kind am Fahrrad mitzunehmen. Doch welches Transportmittel reduziert die Gefahren für Kinder im Straßenverkehr am besten? Diese Frage wollen wir nun in unserer kurzen Gegenüberstellung klären. Bei allen Varianten sollte ein Kind immer einen HELM tragen!

Fahrradkindersitz

Fahrradkindersitz
  • Sitze am Hinterrrad gelten als sicherer, als Sitze am Vorderrad

Vorteile

  • Einfache Montage
  • Preiswerter als die meisten Alternativen
  • Fußrasten und Gurte sind oft verstellbar – Guter Halt
  • Gut geeignet für Kurzstrecken
  • Kind ist dem Elternteil sehr nahe

Nachteile

  • Höhere Verletzungsgefahr durch die erhöhte Sitzposition
  • Das Kind sollte von alleine eine aufrechte Sitzposition einnehmen können
  • Wird schnell unbequem für ein Kind
  • Mitnahme von Gepäck ist eingeschränkt

Fahrradanhänger

  • Das sicherste Transportmittel – laut Unfallforschung
  • Wenn Kinder im Anhänger nicht angeschnallt sind, besteht die Gefahr, dass sie aus dem Fahrradanhänger herausfallen

Vorteile

  • Gut geeignet für längere Ausfahrten
  • Kind sitzt sehr bequem, kann schlafen oder spielen
  • Bieten guten Sonnenschutz
  • Schützt vor Wind und Regen
  • Kann Platz für zwei Kinder bieten

Nachteile

  • Kinder nicht im Blickfeld
  • Sehr große Gesamtlänge
  • Gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten
  • Nimmt viel Platz ein, wenn er nicht benutzt wird

Lastenrad

  • Fahrrad mit drei Rädern
  • Drei Ausführungen
    1. Dreirad
    2. Long John
    3. Backpacker

Vorteile

  • Transport von mehreren Kindern möglich
  • Kind sitzt bequem und kann schlafen oder spielen
  • Transport von hohen Lasten möglich
  • Kinder immer im Blick
  • Keine Altersbegrenzung / Größenbegrenzung

Nachteile

  • Relativ teuer in der Anschaffung
  • Gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten
  • Nimmt viel Platz ein, wenn es nicht benutzt wird
  • Hohes Gewicht des Rades wird schnell zur Belastung beim Fahren

Vorteile – Gegenüberstellung

Fahrradkindersitz

  • Einfache Montage
  • Preiswerter als die meisten Alternativen
  • Fußrasten und Gurte sind oft verstellbar – Guter Halt
  • Gut geeignet für Kurzstrecken
  • Kind ist dem Elternteil sehr nahe

Fahrradanhänger

  • Gut geeignet für längere Ausfahrten
  • Kind sitzt sehr bequem, kann schlafen oder spielen
  • Bieten guten Sonnenschutz
  • Schützt vor Wind und Regen
  • Kann Platz für zwei Kinder bieten

Lastenrad

  • Transport von mehreren Kindern möglich
  • Kind sitzt bequem und kann schlafen oder spielen
  • Transport von hohen Lasten möglich
  • Kinder immer im Blick
  • Keine Altersbegrenzung / Größenbegrenzung

Nachteile – Gegenüberstellung

Fahrradkindersitz

  • Höhere Verletzungsgefahr durch die erhöhte Sitzposition
  • Das Kind sollte von alleine eine aufrechte Sitzposition einnehmen können
  • Wird schnell unbequem für ein Kind
  • Mitnahme von Gebäck ist eingeschränkt

Fahrradanhänger

  • Kinder nicht im Blickfeld
  • Sehr große Gesamtlänge
  • Gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten
  • Nimmt viel Platz ein, wenn er nicht benutzt wird

Lastenrad

  • Relativ teuer in der Anschaffung
  • Gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten
  • Nimmt viel Platz ein, wenn es nicht benutzt wird
  • Hohes Gewicht des Rades wird schnell zur Belastung beim Fahren

Fazit

Fazit – Fahrradkindersitz

Kostengünstige Variante für kurze Strecken und bei seltener Nutzung. Allerdings nicht für alle Größen geeignet

Fazit – Fahrradanhänger

Sicherste Variante. Für kurze und lange Strecken geeignet. Liegt im mittleren Preisfeld

Fazit – Lastenrad

Ideal für lange Ausflüge und bei der Mitnahme mehrerer Kinder oder viel Gepäck. Dies spiegelt sich aber im Preis wider


Welche Gefahren gibt es beim Fußgängerübergang / Zebrastreifen?

Gefahren:

  • Das Gefahrenbewusstsein der Kinder ist, wie schon häufiger erwähnt, erst im Alter von ca. 12 Jahren ausgebildet. Vor diesem Alter ist es Kindern schwer möglich, Gefahren gänzlich richtig einschätzen zu können

  • Die Aufmerksamkeit wird sehr stark auf momentane Interessen gelenkt und nicht auf gefährliche Situationen
    • Beispielsweise wird ein Kind ohne ausgeprägtem Gefahrenbewusstsein häufig davon ausgehen, dass es von anderen Personen im Straßenverkehr automatisch gesehen wird und daher dem Verkehr keine große Aufmerksamkeit widmen

  • Kinder werden oft aufgrund ihrer Größe übersehen

  • Oft bleiben Personen im Straßenverkehr rechtswidrig NICHT vor dem Schutzweg stehen

  • Eine weitere Gefahr birgt eine Kreuzung, wo die Ampelregelung nicht eindeutig nachvollziehbar ist. Wenn die Ampel beim Fußgängerübergang grün schaltet, haben häufig rechts oder links abbiegende, motorisierte Personen im Straßenverkehr ebenfalls grün.

Wie man sie verhindern kann:

  • Mit Ihrem Kind sollte immer wieder geübt werden, wie richtiges Verhalten im Straßenverkehr abläuft.
    • Dadurch ist es möglich, das Gefahrenbewusstsein schon frühzeitig zu fördern. Allerdings lassen sich jüngere Kinder auch bei guter Übung immer wieder ablenken
    • Verlassen Sie sich bitte nicht darauf, dass sich Ihr Kind in jeder geübten Situation immer richtig verhält

  • Nach Möglichkeit sollten Sie Ihrem Kind auffällige Kleidung anziehen oder solche, welche leicht von anderen Personen im Straßenverkehr gesehen werden kann

  • Sie sollten Ihrem Kind möglichst früh zu verstehen geben, dass nicht alle Verkehrsteilnehmer*innen immer an Schutzwegen halten. Ihr Kind sollte erst dann die Straße überqueren, wenn es Blickkontakt mit der Person im Auto/LKW/ auf dem Zweirad hatte und es sich zu 100% sicher ist, dass eine Überquerung gefahrlos erfolgen kann

  • Ihr Kind sollte immer gut bei der Überquerung eines Schutzweges aufpassen. Auch wenn dieser mit einer Ampel geregelt ist

Welche Gefahren gibt es beim Schulweg?

Gefahren:

  • Ablenkungen und Stress steigern das Unfallrisiko

  • Eine dunkle Kleidung ist vor allem in dunklen Jahreszeiten und generell bei schlechten Lichtverhältnissen gefährlich

  • Der Gehweg wird falsch benutzt

  • Schubsen, drängeln oder spielen am Straßenrand kann dazu führen, dass das Kind auf die Straße stürzt

Wie man sie verhindern kann:

  • Ihr Kind sollte besser etwas früher losgehen, um möglichen Stress zu vermeiden

  • Gefährliche Ablenkungen, beispielsweise das Handy, oder Musik hören sollten unterbunden werden, da sich Ihr Kind nicht mehr auf den Verkehr konzentrieren kann

  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihr Kind im Straßenverkehr besser sichtbar zu machen:
    • Ziehen Sie Ihrem Kind nach Möglichkeit eine helle Kleidung an
    • Einen guten Rundumschutz bieten reflektierende Jacken
    • Das Tragen einer Warnweste führt zu bessere Sichtbarkeit
    • Anbringung von reflektierenden Streifen an den Ärmeln (Armbänder sollten in Kombination mit anderen auffälligen Kleidungsstücken verwendet werden) sind eine weitere Option
    • Die meisten Schultaschen besitzen bereits Reflektoren. Falls die Schultasche Ihres Kindes keine oder zu wenige Reflektoren besitzt, können Sie diese auch nachrüsten

  • Kinder sollten am Gehweg möglichst weit innen gehen und beim Vorhandensein eines Gehsteigs diesen benutzen

  • Schubsen, drängeln oder spielen sollten unbedingt vermeiden werden

Wir hoffen, Sie konnten einiges über die Gefahren im Straßenverkehr für Kinder lernen. Gerne laden wir Sie dazu ein, sich weiter auf unserer Seite umzusehen, wo Sie noch viele weitere spannende Themen entdecken können. Mehr zum Thema Kindersicherheit gibt es HIER.